Die Mondknoten bezeichnen die beiden Schnittpunkte der Umlaufbahn der Sonne und des Mondes um die Erde. Diese wird in der Astronomie auch Ekliptik genannt. Die Mondknoten liegen einander exakt gegenüber – sie bilden eine Achse. Die Verbindung der beiden Knoten stellt die Knotenlinie dar.

Die Schnittpunkte der Ekliptik (Knoten) ergeben sich, da die Mondbahn nicht exakt der Sonnen- bzw. der Erdumlaufbahn um die Sonne gleicht. Die Mondebene ist dabei gegenüber der Erdumlaufbahn um 5 Grad 9 Minuten geneigt (Inklination).

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Mondknoten

Absteigender und aufsteigender Mondknoten

Befindet sich der Knoten nördlich der Ekliptik und überquert in seinem monatlichen Zyklus den Mondknoten von Norden nach Süden, so spricht man von einem aufsteigenden ("nördlichen") Mondknoten. Überquert der Mond auf seiner Umlaufbahn die Knoten von Norden nach Süden, so wird dieser als absteigender ("südlicher") Mondknoten bezeichnet.

Steht der Mond in der Nähe eines Durchgangs durch einen der Knoten, so kann eine Mondfinsternis bei gleichzeitigem Vollmond entstehen. Bei Neumond kann es zu einer Mondfinsternis kommen. Beide Phänomene können sowohl bei einem aufsteigenden Mondknoten als auch bei einem absteigenden Mondknoten auftreten. Die Zeit zwischen zwei Durchgängen der Sonne durch denselben Mondknoten wird als Finsternisjahr bezeichnet.

Der alte Ausdruck "Drachenpunkt" stammt vom Bild des Drachen. Dieser "verschlingt" bei einer Finsternis den Mond bzw. die Sonne, weshalb man bei absteigendem Mondknoten vom Drachenschwanz (lat. Cauda draconis) und bei aufsteigendem Mondknoten vom Drachenkopf (lat. Caput draconis) spricht.

Die Knoten verharren niemals an derselben Stelle. Sie wandern und bewegen sich dabei rückwärts. Ein vollständiger Umlauf durch den Tierkreis dauert 18 Jahre, sieben Monate und neun Tage.

Deutung in der Astrologie

Die Achse der Mondknoten vereint die Sonne und den Mond miteinander. Die Bahnen beider Himmelskörper treffen einander an diesen Stellen der Umlaufbahnen. In der Astrologie steht der absteigende Mondknoten für die Vergangenheit und das Karma. Er spiegelt auch Kindheitserfahrungen wider. Der aufsteigende Mondknoten bedeutet Zukunft und Entwicklung. Er steht auch für die Partnerschaft und Verbindung mit anderen Menschen.