Nach Wasserfund: Mond könnte bald besiedelt werden


Nach dem Fund von Wasser auf dem Mond werden die Pläne zur Besiedelung bis 2024 konkreter. Nokia und NASA planen bereits eine Mobilfunk- und Internetverbindung bis 2022. Erste Menschen sollen bereits in vier Jahren eine Mondsiedlung errichten.

Nach Wasserfund: Mond könnte bald besiedelt werden
Bild: Canva | Astronaut am Mond

Besiedeln bald erste Menschen dauerhaft den Mond? Nun, wenn es nach der US-Weltraumbehörde NASA ginge, würden in den nächsten vier Jahren erste menschen am Erdtrabanten leben können.

Wasser als Voraussetzung für menschliche Siedlung

Diese Woche wurde bekannt, dass US-Forscher sehr wahrscheinliche Spuren von Wassermolekülen und Wassereis auf dem Mond gefunden haben. Wie die Forscherteams im Fachblatt "Nature Astronomy" berichtet, gäbe es starke Hinweise darauf, dass Wassermoleküle auf der Oberfläche als auch auf Gegenden auf dem Mond, wo Wasser dauerhaft als Eis konserviert sein könnte. Das wäre eine erste notwendige Voraussetzung für ein menschliches Leben auf dem Mond.

Ersten Untersuchungen zufolge wird auf dem Mond eine Fläche von 40.000 Quadratkilometern vermutet, die in ständigem Schatten liegen soll. Dort könnte den Forschern zufolge theoretisch auch Wassereis eingelagert sein.

Diese Pläne der Besiedelung des Mondes sind - laut NASA - bereits sehr konkret. Man plane bis 2024 die erste Frau zum Mond zu schicken, langfristig soll eine Siedlung errichtet werden. Der Mond soll dabei als Zwischenstation auf dem Weg zum Mars dienen.

"Diese neue Entdeckung trägt zu den Bestrebungen der NASA bei, mehr über den Mond und damit über den Weltraum zu erfahren", heißt es seitens der Weltraumbehörde in einem Presse-Statement

Bereits 1994 hatte man mit der NASA-Sonde Clementine vielversprechende Hinweise auf Wasser in sehr schattigen Mondkratern liefern können. 2010 wies man mit der Mond-Mission LCROSS schließlich Wassereis am Südpol des Mondes nach.

Mobilfunknetz auf dem Mond

Zudem wurde bekannt, dass die NASA gemeinsam mit dem finnischen Mobilfunkkonzern Nokia ein Breitband-Kommunikationssystem auf dem Erdtrabanten installieren möchte. Bis 2022 soll auf dem Mond eine stabile Internetverbindung und ein ausreichend starkes Mobilfunknetz entstehen. Das teilte Nokia am Montag mit. Die größte Hürde stelle dabei die Anlieferung von der Erde aus dar. Dennoch soll bereits in zwei Jahren ein 5G-Netz verfügbar sein.

Die US-Weltraumbehörde möchtet dieses Netz zur Kommunikation für die anstehenden Mondmissionen nutzen. Für den Plan einer langfristigen Mondbesiedelung sei eine stabile Kommunikation notwendig, heißt es seitens der NASA.


Schlagwörter: Mond Mondoberfäche Mondmission


Autor:
Daniel Herndler ist ein österreichischer Journalist. (Email: redaktion@mondphasen.at) Kontakt